*its all in your head

Es fühlt sich an, als würden sie jeden Tag mehr . Als würden sie sich exponentiell vermehren, kaum noch zu kontrollieren, rasend schnell, wie der Herzschlag eines Mädchens, das vor der ganzen Klasse nach der dritten Ableitung einer komplizierten Funktion gefragt wird und absolut nichts zu sagen hat. Gedanken. Es gibt viele Dinge, zu denen ich etwas zu sagen habe. Irgendwie haben sie alle miteinander zu tun, sodass ich mich erst Mal entscheiden muss, ob ich sie euch gesammelt um die Ohren haue oder sie in einzelne Artikel unterteile. Ich verstehe, dass ihr euch zur Zeit vielleicht noch wundert, wo das hier hinführen soll- bisher habe ich ja thematisch einiges angerissen und nichts vollendet- dazu müsst ihr wissen: Ich habe das Schreiben in den letzten Jahren weitestgehend hinten im Schrank eingesperrt, in einem Schuhkarton, auf den ich ganz viel Gerümpel geladen habe, damit es viel zu Umständlich wird, ohne weiteres ran zu kommen. Warum? Weil ich nicht an mich geglaubt habe. Ich dachte, das sei nur Spinnerei, dieses Geschreibe. Eigentlich dachte ich das nicht wirklich, aber die Angst, etwas zu erschaffen, was einfach nicht überragend und großartig ist, hielt mich davon ab, auch nur eine Silbe zu schreiben. Nennt es Perfektionismus, Wahnsinn oder einfach nur: bescheuert. Niemand produziert schließlich am laufenden Band Brillianz, nicht Mal Kavka oder Hesse.
Um genau zu sein wird so viel Bullshit verzapft und aufgeschrieben, verbreitet und geglaubt, dass mir manchmal einfach übel davon wird.
Kleiner Einschub zum Thema:
Nein, das Vitamin C in eurer heißen Zitrone wird nicht innerhalb von Sekunden zerstört, nur, weil Ascorbinsäure ein als hitzeempfindlich geltender Stoff ist. Und nein, auch in eurem Gemüse wird Vitamin C nicht durch die Hitze im Topf zerstört, sondern durch das Wasser ausgewaschen- und das auch in kaltem Wasser. Also immer schön den Gemüsesud irgendwie weiterverarbeiten, Freunde.
Jedenfalls- versteht ihr, was ich meine?
Ich habe den Anspruch immer super fundiert zu schreiben und verliere mich dann im Aufwand der Recherche. Die Themen, die meinen Kopf am laufen halten, sind meist sehr komplex und bedürfen Wissen vieler Fachgebiete, das kein einziger menschlicher Kopf auf dieser Welt fassen und beinhalten könnte. Ich will Dingen auf den Grund gehen und meist fange ich irgendein Thema an und entdecke dann nach und nach die unzähligen Faktoren, die einfließen. Da ich Wissenschaft studiere, lehrte man mir bereits im ersten Semester vernünftiges Recherchieren und Dokumentieren von Quellen und Informationen und ich weigere mich eigentlich, Wikipedia als Quelle zu nutzen. Ist mir viel zu heiß.
Ich wollte über Vegetarismus schreiben- dazu wird auch noch was kommen, allerdings in ganz anderer Form als ich zuerst angenommen hatte. Wird auch noch ein Weilchen dauern, bis ich dieses Chaos entwirrt habe.
Ich habe den Anspruch, wirklich zu wissen, worüber ich schreibe und nicht einfach anderer Leute Meinung zu meiner zu machen. Und bis man so weit ist, hat man einige Bücher, Wikipedia- und andere Lexikon und Enzyklopädie-Einträge durch. Denn ein Artikel ist für mich immer eine Diskussion und kein Faktenblatt.
Ich möchte auf die meisten „Aber!“s eingehen und in irgendeiner Form reagieren können.
Vielleicht ist dieser Anspruch zu groß für ein popeliges Weblog- aber früh übt sich, was Journalist werden will, nicht wahr?
Die Angst vor dem Verriß sitzt tief in meinen Knochen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich nicht mit bedeutenden, komplexen Themen auseinander setzen würde. Ich diskutiere nur nicht gern mit Halbwissen herum, wie die Meisten, die sich für Experten halten, weil Wikipedia, der Spiegel und die Tagesschau zu ihren Primärquellen gehören.
Und bis ich tatsächlich der Meinung bin, mein Wissen sei fundiertes Wissen, wird wohl noch einiges an Wasser die Elbe runterfließen, schließlich studiere ich nebenbei, habe einen Job und irgendwann muss man ja auch mal putzen und Wäsche waschen.

Gut, das wir darüber gesprochen haben. Danke für’s Zuhören.

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